Diabetestest
Zwei bis drei von 100 Frauen entwickeln während der Schwangerschaft einen Diabetes mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für Mutter und Kind. Eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes ist daher in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche sinnvoll.
Risiken einer Diabeteserkrankung für die Mutter:
- Erhöhte Anfälligkeit für Harnwegs- und Scheideninfektionen (Pilze, Chlamydien, Herpes genitalis)
- vermehrte mütterliche Geburtskomplikationen auf Grund des erhöhten, kindlichen Geburtsgewichtes
Risiken einer Diabeteserkrankung für das Kind:
- häufiger Missbildungen
- Wachstumsstörungen
- Frühgeburtlichkeit
- Versterben im Mutterleib
- kindliche Geburtskomplikationen
Risikofaktoren für Diabeteserkrankung:
- Adipositas (Übergewicht)
- familiäre Belastung
- frühere Geburten schwerer Kinder (> 4000g)
- mehr als 2 Fehlgeburten in der Krankengeschichte
Durchführung des Diabetestests:
- Trinken einer Zuckerlösung
- Blutzuckerbestimmung nach 1 Stunde
Sollte der Blutzuckerwert höher als 140 mg/dl liegen, dann liegt eine Stoffwechselstörung im Sinne eines Gestationsdiabetes vor.
Wird der Diabetes in der Schwangerschaft festgestellt, reicht
oftmals eine Diät zur Behandlung aus. Nach der Schwangerschaft bildet sich der Diabetes meist spontan zurück.